Archive for Lesen

Das Ende einer Affäre

“Das Ende einer Affäre” wurde von Graham Greene verfasst, um die Macht der Eifersucht und der Religion zu beschreiben. Das Buch handelt von einem kurz vor dem Durchbruch stehenden Schriftsteller, der die Frau, die mit ihm ihren Mann betrügt, verdächtigt, mit einem Dritten auch noch fremdzugehen. Dabei steigert er sich so in seine Eifersucht, daß er einen Privatdetektiv auf seine ehemalige Geliebte ansetzt und sich ihr Tagebuch stehlen läßt. Und selbst als alle seine Verdächtigungen als unbegründet herausstellen, ist er noch mißtrauisch. Bestimmt jeder zweite Mann sollte das Buch gelesen haben und sich selbst mal zurücknehmen.

Jakob von Gunten

Robert Walser hat mit “Jakob von Gunten” einen Vorläufer kafkaesker Literatur geschrieben. Der Protagonist, der wie der Titel des Buches heißt, tritt hier in ein Internat ein, das die Schüler auf das Leben aus Diener vorbereiten soll. Allerdings lernen die Zöglinge so gut wie nichts, und außerdem wird alles aus der Sicht des Jakob geschildert, die etwas wirr, subjektiv und paranoid ist. Wer Bücher mag, nach deren Lektüre man die Hauptperson regelrecht hasst, ist hier genau richtig.

Glasperlen

“Das Glasperlenspiel” von Hermann Hesse ist ein Klassiker. Und das auch mit Fug und Recht. Wie in vielen anderen Romanen von Hesse ist der Hauptprotagonist ein in sich gekehrter Mann, der die Welt und das System hinterfragt, was aber nach außen nicht unbedingt ersichtlich ist.
Hier heißt der Mann Josef Knecht und ist der Meister des Glasperlenspiels, einer nicht genauer beschriebenen und fantastischen intellektuellen Beschäftigung. Gespielt werden die Perlen im ebenfalls erfundenen Staat Kastalien, in dem Akademiker mit den ausgefallensten Forschungsgebieten erzogen und beschäftigt werden.

Benjamin Franklin

Um amerikanische Geschichte und Unabhängigkeitsbestrebungen besser verstehen zu können, ist es ratsam, die Autobiographie von Benjamin Franklin zu lesen. Der gelernte Buchdrucker beschritt einen typisch amerikanischen Lebensweg. Aus der vertrauten Umgebung geflüchtet, erlebte er einige Abenteuer bis er sich mit viel Disziplin und Verstand eine neue Existenz in Philadelphia aufbaute.

Das Allroundtalent experimentierte bekanntermaßen mit Elektrizität und war auch politisch sehr aktiv. Am Ende wurde er sogar Präsident.

Im Westen

Oft bekommt man Klassiker genannt, deren Lektüre man genau wegen der Empfehlung immer wieder aufschiebt. In der Weihnachtszeit habe ich es dann endlich geschafft, mir “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque schenken zu lassen und durchzulesen. Und ich war ergriffen, entgeistert und begeistert. Ich denke, daß es eines der wichtigsten Bücher für unsere an den europäischen Frieden gewohnte Generation(en) ist.

The Curious Incident of the Dog in the Night Time

Mark Haddon ist der Verfasser von “The Curious Incident of the Dog in the Night-Time”, das mir von meinem Vater empfohlen wurde. Und zu Recht. In diesem Romandebut geht es um die Aufklärung eines Hundemordes und eine abenteuerlich Reise – erzählt aus der Perspektive des 15-jährigen Autisten Christopher. Das ist anrührend und lustig zugleich. Der deutsche Titel ist “Supergute Tage oder Die Sonderbare Welt des Christopher Boone”.

Der Untergang des Abendlandes

“Der Untergang des Abendlandes” von Oswald Spengler ist ein großes und sehr umfangreiches Buch. Ob man seiner These vom sich ständig wiederholenden Auf- und Ab der Zivilisation und Kulturen zustimmen mag oder nicht, auf jeden Fall sind seine Beispiele und Beweise ausführlich und interessant.

Die Insel

“Die Insel des Magiers” ist eine angenehme schnell zu lesende Neuinterpretation von Shakespears “Der Sturm”. Kein geringerer als Tad Williams hat sie verfasst. Es geht um den Wilden Caliban, der 25 Jahre nachdem sein selbsternannter Herr Prospero mit seiner Liebe Miranda von der Insel verschwunden ist, Rache üben will.

Heureka

Vor Jahren habe ich “Heureka!” von Michael Macrone gelesen, in dem er sehr populärwissenschaftlich die herausragendsten 80 Ideen der Menschheit erklärt. Obwohl ich immer noch lange nicht alles verstehe, hat mir dieses kleine Buch doch ein wenig Lust am Lesen wiedergegeben, die mir nach meiner Rückkehr aus Asien abhanden gekommen ist.

Are you experienced?

Der zynische Dave hat nichts zu tun, Geld und einen Narren an Liv gefressen, die sich in Indien selbst finden will. Also begleitet er sie dorthin und findet es schrecklich. Auf eine sehr lustige Art und Weise beschreibt William Sutcliffe in seinem Roman “Are you experienced?” wie die Tage, Gespräche und Krankheiten eines Backpapers aussehen. Vor allem für Leute, die ähnliche Reisen planen oder bereits hinter sich haben.