Archiv ‘Sehen’

Ein gutes Jahr / A Good Year

Freitag, 6. Juni 2008

Da ich ein einfaches Gemüt habe, hat mir auch “Ein gutes Jahr” bzw. “A Good Year” aus dem Jahr 2006 gefallen. Darin lernt ein knallharter Londoner Wertpapierhändler, verkörpert von Russel Crowe, das Leben wieder schätzen, als er ein Weingut in Südfrankreich erbt, wo der gefühllose Egoist seine Kindheit verbracht hat. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen einer Frau, kommen die Gefühle zurück.

Mir haben die von englischem Humor durchdrungenen Dialoge und die lebensfrohe Stimmung gefallen. Dabei hat es mir dann auch nichts ausgemacht, dass manche Szenen durch die schnellen Bildläufe gewirkt haben, also ob sie aus einem Charlie Chaplin-Film stammen, und dass fast alle Franzosen grammatikalisch perfektes Englisch mit Akzent gesprochen haben.

Wie im Himmel

Samstag, 24. Mai 2008

Wie im Himmel ist ein schwedischer Film über einen sehr erfolgreichen Dirigenten, der stressbedingt einen Herzinfarkt erleidet und in das Dorf seiner Kindheit zurückkehrt, an das er keine guten Erinnerungen hat. Er macht jedoch dort seinen Frieden mit den Menschen, lernt diese und sich selbst lieben und erfüllt sich einen Traum, indem er einen Amateurchor aufbaut und leitet.

Was mir besonders gefallen hat, war seine Aussage, dass gute und schöne Musik schon da ist und man sie mit der richtigen Einstellung nur “von oben holen muss”.

The Prestige

Freitag, 30. März 2007

„The Prestige” ist ein Film über Rivalitäten zweier Zauberer im London des späten 19. Jahrhunderts. Dabei versuchen beide gegenseitig mit Hilfe anderer Zauberer und unschöner Schachzüge hinter die Geheimnisse der Tricks des jeweils anderen Magiers zu kommen.

Christian Bale ist auch mit von der Partie und bringt seinen unübertroffenen Americspsychogesichtsausdruck.

Harold und Maude

Donnerstag, 1. Februar 2007

Erst mit einiger Verspätung hat mich die tragisch-komische Liebesbeziehung zwischen Harold und Maude von 1971 erreicht. Der Film zeigt auf eine sehr schöne und unterhaltsame Art und Weise wie auch nach außen hin sehr ungleich scheinende Menschen zueinander finden können.

Unglaublich

Samstag, 30. Dezember 2006

Audrey Tatout hat in dem lustigen Film “Unglaublich”, der mich etwas an “Jules et Jim” erinnert, die Rolle eines Models inne, das sich in einen jüdischen Tierarzt verliebt und ihn mit Glaubensfragen nervt. Sie will zum Judentum konvertieren und zwingt damit ihren neuen Freund sich ebenfalls mit dem Glauben auseinanderzusetzen, was dieser nicht unbedingt gut findet. Unterhaltsam ist der Film vor allem durch sein Tempo und durch die vielen kleinen Details.

Im Juli

Samstag, 29. Juli 2006

Der deutsche Film ist so schlecht nicht. “Im Juli” von Fatih Akin aus dem Jahr 1999 zeigt das, indem er die Hauptprotagonisten auf eine Reise nach Istanbul schickt und sich verlieben läßt. Auch in Europa lassen sich schöne sogenannte Roadmovies drehen.

We feed the world

Sonntag, 16. Juli 2006

Jeder kennt Berichte und Fakten über die Abholzung des Regenwaldes, Produktion und Transport unseres Essens und weitere Abstrusitäten der Nahrungsmittelherstellung. Der Film “We feed the world” von Erwin Wagenhofer hat das alles in Bildern, Interviews und Momentaufnahmen festgehalten, und das regt definitiv zu noch mehr Nachdenken an. Man sollte reflektieren, und mit dem Film geht das sehr bequem, was aber nicht immer bequem ist.

What the bleep?

Donnerstag, 27. April 2006

Mit einem Kinobesuch von “What the bleep do we (k)now?!”, einem Dokumentarfilm über den momentanen Stand der Forschung über Realitätswahrnehmung, kann man zwar keinen Abschluß, dafür aber einen guten Einblick in Quantentheorie, Neuromedizin usw. bekommen.

Syriana

Mittwoch, 15. März 2006

Einen weiteren Einblick in amerikanische Gepflogenheiten gibt der Film Syriana, mit dem Hollywood Stellung gegen die herrschende Macht- und Ölpolitik bezieht. George Clooney, der einen zwischen die Fronten geratenen CIA-Agenten spielt, mag zwar in der Achtung mancher Frauen wegen seines unerotischen Auftretens sinken, dafür steigt er in meiner.

Syriana beleuchtet den Kampf um und den Handel mit dem schwindenden Rohstoff indem Geschäftsmänner aus dem Westen und dem arabischen Raum begleitet werden.

Ein Problem beim Betrachten des Films stellt höchstens seine Komplexität dar. Erst nach der Hälfte der Originalfassung habe ich annähernd durchgeblickt.

Der Pianist

Mittwoch, 8. Februar 2006

Nach “Oliver Twist” habe ich schließlich auch “Der Pianist” von Roman Polanski angeschaut, der mich um einiges mehr bewegt hat. Denn es handelt sich um eine noch realistischere Schilderung historischer Extremlebenssituationen, die mir sehr zu Herzen gegangen ist.