In “Weißer Jäger, schwarzes Herz” spielt Clint Eastwood einen Regisseur, der mit seinem Drehbuchautor nach Afrika reist. Vordergründig um einen Film vorzubereiten, seine eigentliche Absicht ist es aber, einen Elefanten zu erlegen. Als dann bereits die ganze Filmcrew am Ort ist, ist er immer noch wie besessen, und somit verzögert sich dann auch der Drehbeginn.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, nämlich auf Tatsachen, die sich beim Drehen von “African Queen” mit Humphrey Bogart zugetragen haben, und beschreibt sehr gut das Fieber, das einen von Zeit zu Zeit packt und nicht mehr losläßt.
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Weißer Jäger, schwarzes Herz
LA Crash
Die Vorschau von “L.A. Crash” war nicht so berauschend, der Film dafür schon. Es geht um miteinander verwobene Geschichten, die Hautfarbenproblematik thematisieren. Zum Beispiel erregen sich zwei Afroamerikaner darüber, daß sie immer als die Bösen betrachtet werden, bevor sie jemanden überfallen. Der Film regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.
Das Leben ist ein Wunder
In letzter Zeit habe ich so viele Filme gesehen, die alle mehr oder weniger sehenswert waren, deshalb habe ich einfach einen herausgepickt, der mir in angenehmer und entspannender Erinnerung ist. “Das Leben ist ein Wunder” von Emir Kusturica spielt zur Anfangszeit des Balkankonflikts in Bosnien und hat einen leicht märchenhaften Einschlag. Vor allem die Musik ist großartig.
Vera
Nach dem Krieg “hilft” Vera Drake Mädchen und Frauen, die ungewollt schwanger sind. Sie geht dabei ziemlich naiv und idealistisch vor; sie nimmt zum Beispiel kein Geld. Allerdings geht es so unproblematisch leider nicht weiter, und der Film zeigt in trauriger und sympatischer Weise den Zusammenbruch der Hauptdarstellerin.
Silentium
Oft passiert es nicht, daß einem der Film besser als das Buch gefällt — bei “Silentium” ist das bei mir aber der Fall. Der Autor Wolf Haas hat auch beim Drehbuch mitgeschrieben, also tue ich ihm nichts Böses, wenn ich das erwähne. Der groteske und bitterböse Krimi spielt in Salzburg, wo der Detektiv Brenner gespielt von Josef Hader in die Machenschaften von Kirche und Festspielleitung verwickelt wird.
Wer war Peter Pan?
Wenn mich die Geschichten von Peter Pan nie so wirklich begeistert haben, so tat das gestern dagegen die verfilmte Biographie seines Schöpfers Sir James Matthew Barrie: Finding Neverland. Johnny Depp spielt den Autor, der Bekanntschaft mit einer halbwaisen Familie schließt und somit endlich den langersehnten Theatererfolg verbuchen kann.
Mathilde
In einem Eintrag habe ich schon von “Mathilde” geschwärmt, bei dem wieder die halbe Ameliemannschaft vertreten ist. Sie wird von Audrey Tautou verkörpert, die nicht wahr haben will, daß ihr (Jugend)freund im 1. Weltkrieg hingerichtet worden ist. Sie macht sich auf die Suche, die nicht ganz so märchenhaft wie Amelies verläuft, sondern stellenweise sehr brutal ist. Allerdings sind das auch viele Märchen. Jean-Pierre Jeunet hat einen großartigen Film gemacht. Ich sollte wirklich bald einmal französisch lernen.
Ray
Nostalgisch, musikalisch und hauptdarstellerisch gesehen ist Ray ein empfehlenswerter Film. Trotz seiner Länge ist mir nie langweilig geworden, und viele der Szenen besitzen eine ähnlich aufputschende Wirkung wie Forrest Gump. Ray Charles wird hier von Jamie Foxx gespielt — und das sehr beeindruckend, sofern ich das als Laie beurteilen kann.
Die Reise des jungen Che
Ich mag den Schauspieler Gael García Bernal, liebe die fremde Ferne und habe keine genaue Vorstellung darüber, wie meine Zukunft aussehen soll. Die Erfüllung dieser Vorraussetzungen ist natürlich nicht zwingend vorgeschrieben, wenn man “Die Reise des jungen Che” mögen will, hilft aber dabei ungemein.
Der Freiheitskämpfer wird hier nicht noch weiter mythologisiert und hochgelobt, was ich im Vorfeld befürchtet hatte. Denn ich bin eigentlich nicht so der Typ mit dem Guavara-Konterfei-Shirt.
